Steffen, Sascha

Neustrelitz – Meine Stadt, Mein Atelier

Jugendliche der 7./8. Klassenstufe der Jawaharlal-Nehru-Schule erkundigen in einem wöchentlich stattfindenden Termin unter dem Motto „Meine Stadt, Mein Atelier“ ihren Kiez und die Stadt Neustrelitz. Die Entdeckungen werden von den Jugendlichen künstlerisch bearbeitet oder bieten Inspirationen besonders in Bezug auf Themen, die den Jugendlichen selbst am Herzen liegen.
Über das Thema Lieblingsorte möchte das Projekt mit den Kindern ins Gespräch kommen. Was sind ihre tatsächlichen Lieblingsorte? Welche Hobbys haben sie? Was mögen sie gern?
Mit der Stadterkundung möchte das Projekt auch (bisher unbekannte) Möglichkeiten aufzeigen, welche Lern- und Kreativorte es in ihrer Stadt gibt und wie sie diese (auch nach Ende des Projektes) für sich nutzen können. So ist zum Beispiel ein Ausflug in das Kunsthaus Neustrelitz oder in die Bibliothek geplant.
Den Jugendlichen ist es frei gestellt, ob sie ihre Werke mit persönlichen Themen aufladen möchten oder ob sie aus rein ästhetischen Gründen etwas schaffen möchten.
Methodisch steigt das Projekt mit der digitalen Fotografie ein. So können die Erlebnisse, Ereignisse, aber auch Formen, Farben, Muster etc. draußen in der Stadt festgehalten werden. Schön wäre es wenn sich der Gedanke verselbstständigen würde, und die Jugendlichen auch außerhalb der Projektzeiten dazu übergehen Dinge die sie inspirieren festzuhalten. Die Fotografie dient im Zusammenhang mit dem Projekt als Hilfsmittel, damit sich jeder Schüler Skizzen anfertigen kann.
Natürlich stehen auch sonst alle analogen Möglichkeiten offen Skizzen anzufertigen (je nach Kenntnisstand der Jugendlichen).
Die eigentliche künstlerische Technik ist die (großflächige) Gouachemalerei. Die Jugendlichen werden dazu motiviert auf großformatigem Papier ihren Impulsen freien Lauf zu lassen. Dazu wird eine Wand aus Weichholzfaser gestellt an denen sich die Jugendlichen Woche für Woche austoben können. Das Blatt im Grundformat A2 wird an der Wand befestigt und kann auf Wunsch der Jugendlichen gerne auf noch größere Formate erweitert werden. Es können eigene Werke entstehen, vielleicht entsteht im Prozess auch eine Gruppenarbeit. Es kann kontinuierlich an einem Bild gearbeitet werden. Entstehende Skizzen, Farb- und Formenspiele sind auch in Ordnung. Das Spiel mit Farben und Formen steht im Vordergrund. Das Projekt möchte dazu anregen aus sich heraus zu kommen und lustvoll den Pinsel zu schwingen. Ausflüge ins Abstrakte sind dabei wahrscheinlich und möglich. Hat ein Jugendlicher bereits eine ganz eigene Bildsprache kann er diese im Rahmen des Settings gerne beibehalten, weiter entwickeln oder vielleicht ganz neu umsetzen.